online ich selbst sein?
Männer, die sich langsam ihrer Homosexualität bewusst werden, hoffen online Antworten zu finden. In der Anonymität des Internets lassen sich schnell schwule Seiten und Online-Communities finden. Unsicherheit und Angst vor Ausgrenzung begleiten die Suche nach der ganz persönlichen und inneren Lebensart. Bin ich normal? Wer fühlt genauso wie ich? Was sagen Freunde und Familie?

Für mich als Schwuler war das Internet eher weniger Anlaufstelle. Warum, weiß ich selbst nicht so genau. Angst? Scham? Selbstzweifel? Dabei scheint es doch so denkbar einfach. Seit ich offen zu dem stehe, wer ich bin und wie ich fühle sind Jahre vergangen. Erst durch meinen Freund und nachdem meine Freunde wussten, dass meine Traumfrau ein Mann ist, habe ich den Blick ins Netz gewagt.
Hier bin ich Mensch, hier darf ich sein
Das Eintauchen ins Netz ist für viele Homosexuelle der einzige Weg, ihre Identität zu leben. Doch was, wenn die Suche nach Geborgenheit und Akzeptanz im Internet versickert? Was bedeutet es, wenn SchwulSein nicht gelebt werden kann, ein Coming-Out unmöglich scheint?
Geht das, im Alltag hetero und online homo? Schwul 2.0 – auch ein Leben in einer Parallelwelt, in der ich sein darf, wie ich bin. In den kommenden Wochen soll hier hinterfragt werden: Wie lebt es sich schwul im Netz? Welche Ängste und Sehnsüchte treiben junge Homosexuelle heute um? Wer steckt hinter den Schwulenportalen im Netz und welche Chancen aber auch Probleme bringen sie mit sich?
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Foto: www.sxc.hu
Grafik: Sven Stockrahm
Text: Sven Stockrahm

