Medien Monitor - Online-Magazin für den aktuellen Medienjournalismus

Jahreskonferenz netzwerk recherche

Tipps zur Online-Recherche

Auf der Jahreskonferenz bot das Netzwerk Recherche eine ganze Reihe von Workshops an, einige dazu speziell für die Online-Recherche. Ein paar ausgewählte Tipps hat der Medien Monitor zusammengefasst.

Hamburg. Wer auf Twitter unterwegs ist und professionell suchen möchte, nutzt die Funktion search.twitter.com/advanced. Hier können Tweets auch regional eingegrenzt werden. Auf geochirp.com können lokale Suchen zudem abgespeichert und neue Ergebnisse als RSS-Feed abonniert werden. Eine Suchmaschine für Netzwerke wie Facebook oder Twitter sowie Blogs ist socialmention.com. Die Suchergebnisse kann man sich hier regelmäßig per Mail zuschicken lassen. Ähnliche Funktionen hat bing.com/social. Wer die Aktivitäten von jemandem - oder seine eigenen - auf Twitter analysieren möchte, kann dies auf foller.me tun.

Um eine Internetseite, die selbst gar keine oder nur eine schlechte Suchfunktion hat, vernünftig zu befragen, eignen sich auch Suchmaschinen wie google oder bing. Wer im Suchschlitz zum Beispiel "site:medien-monitor.com" eingibt und dahinter dann den Suchbegriff setzt (zum Beispiel "Recherche"), sucht diesen Suchbegriff ausschließlich auf medien-monitor.com. Ein Tipp für wiederholte, komplizierte Google-Suchen mit mehreren Synonymen oder bestimmten Begriffskombinationen: Einfach als Bookmark speichern.

Diskutiert wurde in Hamburg auch, wie man an öffentliche Daten kommt. In den USA und Großbritannien gibt es unter data.gov und data.gov.uk Zugang zu großen, für die Recherche durch das Computer Assisted Reporting aufbereiteten Datensätzen. Aufbereitete Datensätze zu den EU-Agrarsubventionen finden sich unter farmsubsidy.org, Infos zur Verwendung der Gelder des Konkunjkturpaketes II in der Bundeshauptstadt unter openberlin.net. In Deutschland gibt es bisher allerdings keine Anzeichen, dass die Idee einer offenen und transparenten Regierung grundlegend umgesetzt wird. Eine offizielle Datenseite der Bundesregierung wird wohl noch auf sich warten lassen. Erste Versuche einer Datensammlung gibt es unter offenedaten.de, mehr Informationen zum "data driven journalism" auf der Webseite von Lorenz Matzat.

Zahlreiche Tipps und die komplette Präsentationen von der Jahreskonfernz gibt es zudem auf der umfangreichen Seite recherche-info.de.

Text: Daniel Drepper

Grafik: Matt Hamm / Flickr

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Das Transparenzprojekt Wikileaks

Die Rede zur Lage de Journalismus
Veröffentlicht: 17.07.2010
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