Grimme-Preise: Öffentlich-Rechtliche dominieren
Marl. Mit sechs von insgesamt zwölf Auszeichnungen ist das ZDF in diesem Jahr der große Gewinner der Grimme-Preise. Wie das Adolf-Grimme-Institut am 10. März mitteilte, gewann der Mainzer Sender in der Kategorien "Fiktion" alleine vier von fünf Preisen. Vier der Preise gehen an die ARD, die Privatsender ProSieben und DSF erhalten jeweils eine Auszeichnung. Die öffentlich-rechtlichen Sender gewannen in diesem Jahr zudem die Kategorie "Unterhaltung". Ausgezeichnet wurde die vom NDR produzierte Sendung "Insa Nacht" und die ZDF-Satiresendung "heute show" mit Oliver Wilke und Martina Hill.
Neben der DSF-Dokumentation "Tabubruch - Der neue Weg von Homosexualität im Fußball" und der von ProSieben produzierten "Galileo"-Spezialsendung "Karawane der Hoffnung" stach die ARTE-Dokumentation "Eisenfresser" besonders hervor. Sie schildert die Situation von Saisonarbeitern in Bangladesh, die am Strnd ausgemusterte Schiffe aus Industrieländern mit ihren bloßen Händen abwracken. In dem Film werde nach den Worten der Jury deutlich, "dass das Wort Wohlstandsmüll eine ziemlich brutale Verharmlosung dessen ist, was wir da den Menschen in Bangladesh zumuten". (mm)
