Kollektives Gedächtnis oder Cyber-Friedhof?
Die scheinbar endlose Kapazität des weltumspannenden Netzes, Daten und Inhalte zu beherbergen, verleitet dazu, darin auch virtuelle Gräber auszuheben. Das Internet wird zunehmend zum Asyl für vom Mainstream und Popkultur verstoßene Gedanken und Inhalte. Wissen, das die Grenzen regulärer Medien, allgemeinen Interesses und individueller Gedächtnisleistung sprengt, wird kurzerhand ins Netz outgesourct. Können die unendlichen Weiten des Web unser kollektives Gedächtnis werden oder verkommen sie eher zum virtuellen Friedhof? Medien-Monitor geht dem am Beispiel von drei unterschiedlichen Internet-Projekten auf den Grund.
Text: Melina Wachtling
Teaserfoto: flickr.com/informatique; Foto: flickr.com/kevindooley

