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Kinder-Suchmaschinen im Test

Wenn Kinder ziellos durchs Internet surfen, kann das gefährlich werden. Viele Seiten und Werbebanner sind nicht für Kinderaugen gemacht. Um zu vermeiden, dass der Nachwuchs auf ungeeigneten Seiten landet, gibt es eine Vielzahl von Suchmaschinen speziell für Kinder. Medien Monitor hat neun von ihnen getestet.

Für Kinder ist das Internet auch eine Gefahrenquelle.

Dortmund. Streng genommen sind die getesteten Kinder-Suchmaschinen gar keine Suchmaschinen, sondern Webkataloge. Hier sind keine Maschinen am Werk, die das Internet durchforsten (wie zum Beispiel bei Google), sondern Redakteure, die sich Seiten anschauen, bewerten und nur die kindgerechten freischalten. MeMo bleibt trotzdem bei der Bezeichnung "Suchmaschine", da sich alle Kinder-Webkataloge im Test selbst so nennen. Zusätzlich zur Suchfunktion gibt es auf allen getesteten Seiten nach Themen gegliederte Surftipps für Kinder, die von der Redaktion zusammengestellt werden. Die meisten Suchmaschinen im Test richten sich an Kinder von 6 bis 12 oder 14 Jahren, in Ausnahmefällen auch schon an Kleinkinder, die noch nicht lesen können.

Ausschlaggebend: die Qualität der Treffer

Im MeMo-Test sollten möglichst alle seriösen, deutschsprachigen Kinder-Suchmaschinen verglichen werden, die über Google gefunden werden können. Für die Bewertung spielte nicht nur die Trefferquote eine Rolle, von hoher Bedeutung war vor allem die Qualität der Treffer. So gab es bei manchen Suchmaschinen durchaus viele Treffer, die aber häufig ins Leere oder auf kommerzielle oder nicht passende Seiten führten. Positiver bewertet wurden Suchmaschinen, die zwar weniger Treffer vorweisen konnten, dafür aber sinnvolle Links auf Lern- und Wissensseiten anboten. Nur zu einem kleinen Teil gingen das Layout und zusätzliche Angebote in die Wertung ein. Wer hier punktete, konnte eine schlechte Suchfunktion nicht wettmachen.

Getestet wurden: (Um direkt zur jeweiligen Bewertung zu gelangen, einfach auf den Link klicken.)
www.blinde-kuh.de
www.trampeltier.de
www.helles-koepfchen.de
www.milkmoon.de
www.safetykid.net
www.kindercampus.de/clikks
www.kindex.de
www.mininetz.de
www.spielstrasse.de

Medien Monitor hat in allen Suchmaschinen nach den Begriffen "Katze", "Britney Spears", "Mobbing", "Karneval" und "Dinosaurier" geforstet, um die einzelnen Seiten vergleichen zu können. Es wird davon ausgegangen, dass sich Kinder für diese Themen interessieren und häufig danach suchen. * = nicht zu empfehlen, ** = bedingt zu empfehlen, *** = ok, **** = gut, ***** = super

1. www.blinde-kuh.de

Beschreibung: blinde-kuh.de ist eine private, nicht-kommerzielle Webseite, die Birgit Bachmann 1997 als ehrenamtliches Projekt aufgebaut hat. Damit war die Blinde Kuh die erste deutschsprachige Suchmaschine speziell für Kinder. Obwohl das Bundesfamilienministerium das Projekt mittlerweile fördert, arbeitet die Redaktion immer noch größtenteils ehrenamtlich. Die Mitarbeiter wollen nach eigener Aussage nur Websites in ihren Katalog aufnehmen, die für Kinder interessant sind. Außen vor bleiben sollen Seiten, die über Kinder schreiben und die kommerziell sind.

Layout: Es ist offensichtlich, dass die Blinde Kuh nicht von professionellen Designern gemacht wird. Trotzdem wirkt die liebevoll gestaltete Seite aufgeräumt und ist nicht zu bunt. User können sich über die Leiste gut orientieren. Auch die Suchfunktion ist sofort zu erkennen.

Zusätzliche Angebote: Für Eltern wird die Arbeit der Blinden Kuh ausführlich erklärt, und auch die Redakteure werden mit Bild vorgestellt. Kinder können sich unter anderem per Zufallsprinzip auf Webseiten "beamen" und Mathe-Aufgaben rechnen lassen. Dabei wird sogar erklärt, warum wie gerechnet wurde. Außerdem gibt es Online-Spiele und Bastel-Anleitungen.

Suchfunktion: Bei der Suche kann der Nutzer entscheiden, ob die Treffer für "Kids" (bis 10 Jahre) oder für "Teenager" sortiert werden sollen. Die Übersicht ist gut strukturiert: Bei den gefundenen Seiten wird angegeben, für welches Alter und in welcher Sprache sie sind. Allerdings werden die Links nur teilweise selbst von der Redaktion beschrieben; oft werden nur die ersten Sätze der Zielseite übernommen. Die Trefferquote bei den Testwörtern befindet sich im oberen Mittelfeld. Positiv fällt auf, dass überhaupt nicht auf kommerzielle Seiten verwiesen wird und eine Warnung auftaucht, wenn man zum Beispiel Britney Spears’ offizielle Website besuchen will. Damit will die Redaktion vermeiden, dass Kinder bei ihrer Suche auf unangemessene Werbung, fragwürdige Foren, Chats und Gewinnspiele stoßen. Positiv auch die 378 Treffer für "Dinosaurier" und 69 für "Mobbing".

Bewertung: Mehr Treffer könnten es schon noch sein, dafür werden kommerzielle Links konsequent ausgeblockt. Gut auch die Unterscheidung zwischen "Kids" und "Teenager". Für eine zum Großteil ehrenamtlich geführte Seite sehr professionell. **** (gut)

2. www.trampeltier.de

Beschreibung: trampeltier.de wurde 1999 von Marco Kratzenberg, selbst Vater, ins Leben gerufen. Er betreibt die Seite auch heute noch ehrenamtlich und ist auf Spenden angewiesen. Kratzenberg will unabhängig bleiben und sucht sich deswegen nach eigener Aussage seine Sponsoren gewissenhaft aus.

Layout: Das Layout ist für Kinder etwas langweilig. Auf der Startseite findet man außer einem Foto von einem Trampeltier nur Text. Die Seite ist sehr schlicht gehalten: Man sieht ihr an, dass sie ein Privatprojekt ist. Dafür ist sie aber auch übersichtlich und nicht überladen.

Suchfunktion: Die Treffer werden von der Redaktion beschrieben, allerdings funktionieren viele Links nicht. Insgesamt gibt es sehr wenige Treffer: Nur zu den Begriffen "Katze" (15 Treffer) und "Dinosaurier" (7) findet die Suchmaschine überhaupt etwas.

Zusätzliche Angebote: Außer den bei allen Suchmaschinen obligatorischen Surftipps bietet Trampeltier Rezepte (bislang nur 2), Kinderlieder (sehr wenige), Kinderwitze (auch sehr übersichtlich), Eltern-Newsletter, Tipps für Eltern zum Internetverhalten ihrer Kinder und Kinder-Newsletter.

Bewertung: Im Vergleich zur ebenfalls privat betriebenen Blinden Kuh kann das Trampeltier nicht bestehen. ** (bedingt zu empfehlen)

3. www.helles-koepfchen.de

Beschreibung: Das Helle Köpfchen ist nicht nur eine Suchmaschine. Die sechs Redakteure verfassen auch eigene, kindgerechte Beiträge; Kinder- und Jugendreporter sind ebenfalls willkommen. Die Seite gibt es seit 2005, wird von der inSentio GmbH produziert und finanziert sich über Werbung. Laut Eigenmarketing will das Helle Köpfchen "auf gesellschaftliche Probleme und Themen zu Umwelt- und Tierschutz aufmerksam machen und unsere Leser – sowohl jung als auch alt – dafür sensibilisieren".

Layout: Die schöne Seite ist professionell gestaltet, wirkt aufgeräumt und kindgerecht. Die Navigation ist übersichtlich und einfach, die Suchfunktion bleibt immer erhalten, auch wenn man auf einen Beitrag geklickt hat. Das nahezu perfekte Bild wird leider von dem blinkenden Werbebanner auf der Startseite gestört.

Zusätzliche Angebote: Das Helle Köpfchen bietet aktuelle, von der Redaktion verfasste Nachrichten. Außerdem gibt es die Rubriken Mitmachen (z. B. zum Thema Energiesparen), Spiele (Tests, Online-Spiele, Beschreibung von Gesellschaftsspielen), Wissen, Freizeit (Filmkritiken etc.), Frage der Woche (Warum kann man sich nicht selbst kitzeln?), Fußball-Bundesliga, Handball-WM 2007 und Luisas Kolumne. In dieser schreibt eine 14-Jährige über gesellschaftliche Probleme, z. B. über Essstörungen oder das Klima.

Suchfunktion: Die Trefferquote ist sehr hoch. Es wird fast ausschließlich auf ausgewählte Kinderseiten (z. B. Geolino, Kindernetz, logo) oder eigene Beiträge verlinkt. Dadurch landet das suchende Kind nicht auf kommerziellen Seiten, Foren oder schlecht gemachten privaten Seiten, sondern bekommt z. B. beim Stichwort "Katze" (50 Treffer) Informationen zur Abstammung, zur Pflege und zu verschiedenen Rassen. Der Lerneffekt ist hier hoch. Positiv auch, dass beim Stichwort "Mobbing" (50 Treffer) ein eigener Beitrag auftaucht, der sich damit befasst, was Mobbing ist und was man dagegen tun kann. Die Links führen fast nie ins Leere und leiten direkt auf den gewünschten Artikel und nicht umständlich auf die Startseite.

Bewertung: Eine qualitativ hochwertige Seite, die nicht nur mit ihrer sehr guten Suchfunktion, sondern auch mit den Zusatzangeboten punkten kann. Einziger Minuspunkt ist die Werbung. Allerdings versucht die Redaktion, "es mit Werbeanzeigen nicht zu übertreiben und nicht unkritisch für jedes beliebige Produkt zu werben". Deswegen trotz des Werbebanners: ***** (super)

4. www.milkmoon.de

Beschreibung: Milkmoon.de wird von der xperience-at-work GmbH produziert und finanziert sich über Werbung. Der eigene Anspruch: "Wir möchten Kindern mit Milkmoon helfen, im Wirrwarr des Internets wirklich die Dinge zu finden, für die sie sich interessieren. Milkmoon will ein Ausgangspunkt für spannende Streifzüge in die Welt des Internets sein, keine in sich abgeschlossene Insel im Netz, sondern Teil des Netzwerks der Kinderseitenlandschaft."

Layout: Das Layout ist recht einfach, wirkt aber durch die knalligen Farben und die Anordnung der Kategorien trotzdem chaotisch und unübersichtlich.

Zusätzliche Angebote: Die Suchfunktion wird ergänzt durch aktuelle Nachrichten für Kinder, Online-Spiele und Märchen.

Suchfunktion: Positiv fällt bei der Suche auf, dass automatisch auch Bilder angezeigt werden. Leider werden die Treffer aber nicht selbst beschrieben, sondern die ersten Sätze der gefundenen Zielseiten angezeigt. Dadurch ist oft unklar, ob der Link überhaupt zum gesuchten Thema passt. Auch die Kriterien für die Reihenfolge der gefundenen Treffer sind nicht klar ersichtlich. Auf vielen der verlinkten Seiten muss man außerdem nach dem eingegebenen Begriff erst suchen. Die Trefferquote befindet sich im Mittelfeld.

Bewertung: Die Suchfunktion könnte besser sein, vor allem fehlt eine eigene Beschreibung der Links. Die Surftipps sind aber gut und auch die aktuellen Nachrichten, auch wenn sie nicht selbst geschrieben werden, bringen Pluspunkte: *** (ok)

5. www.safetykid.net

Beschreibung: Safetykid wird von der My Channel Multimedia GmbH betrieben und ist die Suchmaschine von PC-Safetykid, einem Toolset für die "kindgerechte Konfiguration des heimischen PCs" (Eigenwerbung). Es gibt einen pädagogischen Beirat, der das Programm und die Kindersuchmaschine ständig auf Aktualität, pädagogische Wertigkeit und Sicherheit überprüfen soll.

Layout: Die Seite sieht sehr chic, übersichtlich und aufgeräumt aus. Auf der Startseite kann man sich für die "Kids"- oder die "Teenies"-Variante entscheiden.

Zusätzliche Angebote: "Kids", die noch nicht lesen können, können sich über Symbole auf Seiten klicken. Allerdings funktionieren viele Links nicht. Für die "Teenies" gibt es viele Rubriken wie Schiffe, Sport, Mädchen und Länder, allerdings werden beim MeMo-Test überall Fehlermeldungen angezeigt.

Suchfunktion: Bei den Treffern wird angegeben, für welches Alter die Seite geeignet und welchem Bereich sie zuzuordnen ist. Das ist allerdings auch schon die einzige positive Funktion. Die Links werden nicht selbst beschrieben, die Suche nach dem Begriff "Katze" führt achtmal auf die gleiche Seite, die allerdings nicht mit einer Katzenseite verlinkt ist, sondern mit der Startseite von Pixelkids.de. Dort findet man erst nach langem Klicken sehr allgemeine "Haustiertipps" und den "Cyberzoo", in den Kinder die Bilder ihrer Tiere einstellen können. Viele andere Links funktionieren nicht und sind veraltet. Erschreckend, dass es zum Begriff "Mobbing" keinen einzigen Treffer gibt.

Bewertung: safetykid.net ist nicht zu empfehlen. Es gibt viele Fehlermeldungen, veraltete und unpassende Links und wenige Treffer. * (nicht zu empfehlen)

6. www.kindercampus.de/clikks

Beschreibung: Die Clikks-Suchmaschine ist eine Unterfunktion der Kinderseite kindercampus.de, wird von der cobra youth communications GmbH produziert und finanziert sich über Werbung.

Layout: Die Seite ist aufgeräumt, klar, kindgerecht und nicht zu überladen. Schöner wäre allerdings eine zusätzliche Seitennavigation für die einzelnen Kategorien.

Zusätzliche Angebote: Außer den obligatorischen Surftipps gibt es "Neu bei Clikks", "Top Ten Seiten", "Hingucker". Andere Funktionen wie z. B. einen "Fußball-Fan-Test" oder einen Englisch-Vokabeltest findet man auf der Hauptseite von Kindercampus.

Suchfunktion: Die Treffer werden von der Redaktion und den Kindern bewertet. Außerdem beschreibt die Redaktion die Links selbst und gibt an, für welches Alter sie geeignet sind. Zudem zeigt ein Screenshot, wie die gefundene Seite aussieht. Zwar gibt es teilweise wenige Treffer (für "Mobbing" nur 2 und für "Karneval" 3), aber dafür sind sie immer gut ausgesucht. Nervig ist nur, dass fast immer auf die Hauptseite verlinkt wird und selbst ein Erwachsener teilweise nicht die Unterseite findet, in der das gesuchte Thema behandelt wird. Manche Links funktionieren nicht oder führen auf falsche Seiten.

Bewertung: Sehr positiv sind die ausführliche Beschreibung, die eigenen Bewertungen, die Möglichkeit, die Treffer selbst zu bewerten und die Übersichtlichkeit der gefundenen Treffer. Abzüge gibt es für die wenigen Treffer und falsche Links: **** (gut)

7. www.kindex.de

Beschreibung: Kindex.de ist aus dem Projekt "Forum für Kinder", einem Diskussionsforum über Kinderrechte und Kinderpolitik, entstanden. In der heutigen Form gibt es die Seite seit 1999. Die Redaktions- und Projektleitung liegt bei dem Sozialpädagogen Andreas Mettler. Kindex.de finanziert sich über Werbung. Darüber hinaus gibt es für Unternehmen oder Vereine die Möglichkeit, den eigenen Eintrag an erster Stelle platzieren zu lassen und in die "Top 20" der Links aufgenommen zu werden.

Layout: Auf den ersten Blick ist zu erkennen, dass die Seite ist nicht für Kinder, sondern für Eltern gemacht ist. Es gibt viel Text und kaum Bilder. Die Schrift ist relativ klein und das Layout sehr sachlich und nüchtern.

Zusätzliche Angebote: Auf kindex.de finden sich unter anderem Gesetze, eine Nachhilfesuche, eine Babysittersuche, Spiele und Foren zu Themen wie "Kinderrechte", "Kinder & Gesundheit" und "Ideen & Projekte".

Suchfunktion: Kindex.de ist nicht in erster Linie eine Suchmaschine, deswegen muss man die Eingabemaske erst suchen. Die gefundenen Links werden oft nicht selbst beschrieben und nicht bewertet. Die Trefferquote ist sehr mager ("Mobbing": 1, "Dinosaurier": 2, "Katze": 4). Dabei wird so gut wie nie auf Wissens- und Informations-Seiten verlinkt, sondern fast immer nur auf Foren und kommerzielle Seiten.

Bewertung: Die Seite ist nicht für Kinder gemacht, sondern für Eltern. Die Suchfunktion ist außerdem sehr schlecht und liefert so gut wie keine brauchbaren Ergebnisse: * (nicht zu empfehlen)

8. www.mininetz.de

Beschreibung: Das Mininetz ist ein Projekt der Deutschen Internet AG. Es ist in erster Linie keine Suchmaschine, sondern ein Call-by-Call-Dienst, in den sich User für 2,5 Cent pro Minute einwählen können, damit ihre Kinder nur auf frei geschalteten Seiten surfen können. Die Suchmaschine ist aber auch ohne Einwahl frei zugänglich. Werbung gibt es nicht, weil die Seite sich über den Call-by-Call-Dienst finanziert.

Layout: Das Layout ist einfach, klar und kindgerecht.

Zusätzliche Angebote: Schön ist vor allem die "Mini-Tour", die den Kindern erklärt, wie das Mininetz funktioniert.

Suchfunktion: Die Treffer werden von der Redaktion bewertet und sehr kurz beschrieben. Allerdings ist die Trefferquote nicht besonders hoch. Zwar werden bei "Katze" 41 Treffer gefunden, dabei landet man dann aber nur selten auf Wissens- und Lern-Seiten wie zum Beispiel beim Hellen Köpfchen. Für "Dinosaurier" gibt es 17 Treffer, davon führt aber leider direkt der zweite auf die Seite eines Schokoriegels.

Bewertung: Die Suche ergibt wenig Treffer. Oft sind diese dann auch noch kommerziell: ** (begingt zu empfehlen)

9. www.spielstrasse.de

Beschreibung: Spielstrasse.de wird von der Medienagentur alpha-park betrieben. Das Projekt finanziert sich über Werbung und Spenden.

Layout: Die Seite ist liebevoll gemacht. Im Zentrum stehen die "Neuzugänge" (neue Links), alle anderen Angebote schlängeln sich auf einer Straße am Rand entlang.

Zusätzliche Angebote: Die Spielstraße bietet unter anderem Geschichten, Online-Spiele, Malvorlagen, ein Soundstudio, in dem man selbst Musik machen kann, und einen "Tierpark", in dem man sich von Tier zu Tier klicken kann.

Suchfunktion: Die Treffer werden kurz beschrieben, und es gibt eine Empfehlung, ab welchem Alter die Seite geeignet ist. Leider befinden sich nur 628 Einträge im Katalog von Spielstrasse.de. So ergibt die MeMo-Test-Suche kaum Treffer.

Bewertung: Die Seite ist für Kinder sehr empfehlenswert. Die Malvorlagen, Online-Spiele und das Soundstudio fördern die Kreativität und machen Spaß. Allerdings ist die Suchfunktion sehr eingeschränkt, deswegen nur ** (bedingt zu empfehlen)

Suchmaschinen ohne ausführliche Beschreibung

Empfohlen werden auf manchen Webseiten auch folgende Kinder-Suchmaschinen, die aber aus den angeführten Gründen ohne ausführliche Bewertung bleiben: www.kindernetz.de (schöne Seite für Kinder, aber Suche nur auf SWR-Kindernetz-Seiten und ARD-Kinderseiten, daher keine richtige Suchmaschine), www.kidsfun.de (Suchfunktion sehr schlecht) und www.kiddysearch.de (nicht geeignet für Kinder, da reine Werbeseite, gleich auf der Startseite Links wie Erotik, Finanzen, Games, Lifestyle, bei Suche nur kommerzielle Treffer).

Fazit

Nur drei Suchmaschinen konnten im MeMo-Test voll überzeugen, davon vor allem der Testsieger Helles Köpfchen. Gravierende Mängel zeigten vielen Seiten in veralteten, teilweise kommerziellen Links und in einer geringen Trefferquote. Manchmal schienen die Zielseiten nicht gründlich genug ausgesucht. Denn Kinder sollen ja gerade nicht auf kommerziellen, dubiosen oder schlecht gemachten privaten Seiten landen, wenn sie eine kindgerechte Suchmaschine benutzen. Eltern sind daher gut beraten, sich auch diese vorher gründlich anzuschauen. Verwenden ihre Kinder dann einen gut betreuten Webkatalog, sind sie vor unseriösen, kommerziellen und auch uninteressanten Webseiten geschützt.

Text: Mareike Potjans
Teaserfoto: ARD

Veröffentlicht: 09.03.2007
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