Interview
"Keine Entscheidung gegen die Marke DSF!"
Ab morgen gehen das Deutsche-Sport-Fernsehen und das Online-Portal Sport1 unter der Dachmarke Sport1 einen gemeinsamen Weg. Zeljko Karajica, Geschäftsführer vom DSF und Sport1, erklärt, was er sich von der Fusion erhofft, wie die Zusammenarbeit zwischen beiden Marken bisher aussah und warum die Entscheidung auf den Namen Sport1 gefallen ist.

- Zeljko Karajica ist Geschäftsführer vom DSF und dem Online-Portal Sport1
Medien-Monitor: Herr Karajica, die Zusammenarbeit zwischen dem DSF und dem Online-Portal Sport1 ist ja nicht neu. Wie sah sie bisher aus?
Zeljko Karajica: "Sender und Online-Portal haben unter dem Dach des Constantin Medien-Konzerns bereits in der Vergangenheit kooperiert und diese Zusammenarbeit in den vergangenen Monaten intensiviert. So wird im DSF-Programm für weiterführende Informationen zu aktuellen Themen auf Sport1.de verwiesen. Auf Sport1.de werden neben Programmhinweisen und Verlinkungen zu DSF.de Video-Clips mit Ausschnitten aus DSF-Formaten wie Bundesliga Aktuell oder Doppelpass - Die Krombacher-Runde präsentiert. Darüber hinaus haben auf Sport1.de zum Beispiel auch Kolumnen von DSF-Experten wie Udo Lattek ihren festen Platz."
Medien-Monitor: Wann und wie entstand die Idee, dass aus der Marke DSF die Marke Sport1 wird?
Karajica: "Im Zuge der Entwicklung der Einmarken-Strategie unter der neuen Multimedia-Dachmarke SPORT1 hatten wir im letzten Jahr die Wahl zwischen zwei starken Marken: Wir haben uns dabei für Sport1 entschieden - was aber keine Entscheidung gegen die Marke DSF bedeutet. Vielmehr betont die neue Dachmarke noch klarer unsere Kernkompetenz, den Sport."
Medien-Monitor: Was versprechen Sie sich durch die "Markenfusion"?
Karajica: "Mit der Einmarken-Strategie tragen wir dem Zusammenwachsen der Bereiche TV, Online und Mobile Rechnung. Ziel dieser Strategie ist es einerseits, die TV-Marktanteile des Senders zu steigern und andererseits die starke Position des Online-Sportportals auszubauen."
Medien-Monitor: Wie wird das TV-Angebot von Sport1 aussehen? Wird es Unterschiede zum DSF geben?
Karajica: "Wir haben bereits Anfang 2010 eine umfangreiche Programmoffensive eingeläutet: In diesem Jahr strahlen wir mehr als 1.150 Stunden Live-Sport aus - unter anderem die deutsche Handball- und Basketball-Bundesliga. Das sind zehn Prozent mehr als letztes Jahr. Darüber hinaus haben wir uns auch Übertragungsrechte an der Eishockey-WM im Mai in Deutschland und an den Leichtathletik-Meetings der IAAF Diamond League gesichert. Wie seit jeher wird natürlich auch der Fußball ein Programm-Schwerpunkt sein - unter anderem mit der Bundesliga und 2. Bundesliga, den Spielen der DFB-Nachwuchsteams oder dem englischen FA Cup. Ausbauen werden wir im Jahr 2010 die Motor-Formate und den News-Bereich mit rund 80 Stunden mehr Nachrichten. Neben dem Zuwachs an Live-Sport werden die Erstausstrahlungen eigener Sport- Entertainment-Formate, Dokumentationen und Magazine in diesem Jahr ein Volumen von 225 Stunden erreichen. In diesem Kontext unterstreicht insbesondere der Wegfall der Erotik-Call-in-Schiene um 23 Uhr und die Ausdehnung unserer Kernzeit von 17 Uhr bis 24 Uhr deutlich unsere Sportfokussierung."
Medien-Monitor: Was wird sich auf dem Online-Portal Sport1 ändern?
Karajica: "Ab morgen, 11 Uhr präsentieren wir den TV-Sender und die Online-Plattform unter der Dachmarke SPORT1. Im redaktionellen Bereich liegt unser Hauptaugenmerk dabei auf der konsequenten inhaltlichen Verzahnung von TV, Online und Mobile. Aufbauend darauf werden in SPORT1.de ab dem 11. April auch die Inhalte des bisherigen Angebots DSF.de integriert - unter anderem mit Live-Streams der Handball-Bundesliga, des MotoGP und des FA Cups.
