Medien Monitor - Online-Magazin für den aktuellen Medienjournalismus

Frank Schirrmacher im Interview

"Journalismus muss in Menschen investieren"

Die Medienlandschaft wird sich zunehmend teilen, sagt Frank Schirrmacher. Viele werden abbilden, einige wenige einordnen. Im Gespräch mit Medien-Monitor erklärt der FAZ-Herausgeber, warum sich Journalisten künftig ihre Facebook-Freunde nicht mehr danach aussuchen sollten, mit wem sie gerne ein Bier trinken wollen.

Medien Monitor: Sie fühlen sich von der Informationsflut im Internet überfordert. In welchen Alltagssituationen spüren Sie das?

Frank Schirrmacher fühlt sich im Netz ständig überfordert.

Frank Schirrmacher: Dieses Gefühl des Ungenügens ist permanent da. Man weiß, dass man eigentlich ständig Informationen abrufen müsste. Bei vielen Themen ist man gar nicht mehr in der Lage, alle zur Verfügung stehenden Informationen zu rezipieren. Ein Beispiel: Als bekannt wurde, dass Google mit seinen Servern nach Hongkong geht, habe ich natürlich gelesen, was in allen möglichen Medien zu diesem Thema stand. Fakt ist aber: Es gab darüber so viele Informationen, auch aus China, dass man gar nicht alle aufnehmen konnte.

Eine These Ihres aktuellen Buches lautet: Im Informationszeitalter sind wir gezwungen zu tun, was wir eigentlich nicht tun wollen. Was meinen Sie damit genau?

Ein banales Beispiel ist: In Ihrem E-Mail-Eingang landet eine Nachricht, Sie hören ein entsprechendes Signal und öffnen die Mail, obwohl sie das eigentlich gar nicht wollen und auch gerade mit etwas anderem beschäftigt sind. Das lässt sich auf zig andere Bereiche übertragen: Leute kaufen Bücher, die sie eigentlich gar nicht kaufen wollen, ihnen aber empfohlen werden bei Amazon. Und das Phänomen zieht sich bis in die Arbeitswelt: Dort sind wir oft zum Multitasking gezwungen. Wir sind ständig dazu gezwungen, Dinge gleichzeitig zu machen.

Liegt einer unserer Fehler darin, dass wir die im Netz abgerufenen Informationen überschätzen und glauben, sie gäben uns endgültige Antworten auf all unsere Fragen?

"Multitasking ist Körperverletzung", schreibt Frank Schirrmacher in "Payback".

Ja, das glaube ich. Es ist ein Wesensmerkmal des digitalen Zeitalters, dass die Informationen keinen Anfang und kein Ende mehr haben, sondern sich in einem permanenten Strom bewegen. Der Mensch möchte aber gerne etwas Definitives. Also wird es die Notwendigkeit geben, Inseln zu schaffen oder auch Leuchttürme, die zumindest für den Zeitraum von 24 Stunden einen definitiven Charakter annehmen. Und da sehe ich die Zukunft der Tageszeitungen, die genau das leisten können.

Welche Gefahren ergeben sich aus der zunehmenden Internetnutzung für Journalisten und Journalismus - wenn Journalisten beispielswiese nur noch bei Google recherchieren?

Wenn wir von der sinkenden Qualität der Berichterstattung sprechen, geht es um Folgendes: Der Unterschied zwischen den Qualitätsmedien und anderen ist, dass die Nicht-Qualitätsmedien sich immer ähnlicher werden. Es geht gar nicht darum, dass sie viele Fehler machen - jeder macht irgendwann auch mal Fehler. Aber dadurch, dass die Nicht-Qualitätsmedien alle die gleichen Quellen haben und teilweise mit Copy und Paste die Informationen übertragen, lesen die Rezipienten an vielen Stellen das Gleiche. Das ist ein Phänomen der automatisierten Internetrecherche mittels Google, die eine Gefahr für den Journalismus darstellt. Für Qualitätsmedien aber bietet es auch die Chance zu sagen: "Da machen wir nicht mit. Wir recherchieren selbst."

Schirrmacher: "Die mediale Struktur wird sich teilen"

Frank Schirrmacher baut auf Menschen statt auf Algorithmen.

Das heißt, die Tageszeitung der Zukunft muss noch stärker als bereits heute mit fundierten und höchst glaubwürdigen Informationen punkten, wenn sie Erfolg haben will ...

Absolut. Es stellt sich zum Beispiel auch die Frage: "Muss eine Zeitung alle Nachrichten vom Vortag, die ohnehin schon aus dem Netz bekannt sind, noch einmal bringen oder sollte sie nicht mehr auf Hintergründe setzen?" In vielen Redaktionen laufen bereits ständig automatisierte Prozesse ab. Wie etwa Geschichten verlinkt werden, entscheiden oft Maschinen statt Menschen. Das erzeugt auch viele Fehler und Replikationen. Der Journalismus der Zukunft muss in Menschen investieren. Das ist der ganz entscheidende Punkt. Menschen kosten Geld, Algorithmen kosten nicht viel Geld. Diejenigen, die noch genug Geld haben, um erstklassige Journalisten zu beschäftigen und sich nicht abhängig von Maschinen machen, die werden eine große Zukunft haben, davon bin ich überzeugt.

Nach solchen erstklassigen Journalisten suchen Sie auch im Netz, um sie anschließend für die FAZ anzuwerben. Was zeichnet die Leute aus, auf die Sie aufmerksam werden?

Sie schreiben, dass wir die Kontrolle über unser Denken zurückgewinnen müssen. Was bedeutet das für Journalisten? Wie können sie die Informationsflut im Netz so nutzen, dass es sich positiv auf ihre Produkte auswirkt?

Ich baue total auf den einzelnen Menschen und nicht auf das System. Der Journalist der Zukunft muss sich vernetzen, das wird eine große Aufgabe sein. Viele wichtige Informationen wird er bekommen, indem er bei Facebook oder Twitter ist. Er sollte sich dort seine Freunde professionell aussuchen - nicht nach der Frage: "Mit wem will ich ein Bier trinken gehen?" Sondern nach der Frage: "Wer interessiert sich für die gleichen Dinge wie ich und von wem bekomme ich Informationen, die interessant sind?" Die Bereitschaft, sich so zu vernetzen, wird sehr wichtig sein. Aber eben nur, um sie dann nicht etwa durch Maschinen, sondern durch den eigenen Kopf filtern zu lassen. Dazu sind ein paar Grundvoraussetzungen nötig. Die wichtigste ist ein eigenes Urteil, das auch zur Not ein Urteil ist, das gegen 90 Prozent der Leute im Internet oder sonst wo steht. Vertrauen auf sich selbst, darauf kommt es an.

Viele Nachrichtenportale im Netz liefern sich einen regelrechten Wettkampf, Nachrichten möglichst schnell zu produzieren und die Top-Meldung ständig auszuwechseln. Faz.net macht da nicht mit. Warum?

Faz.net setzt bewusst auf Entschleunigung und Hintergründe.

Wir halten uns aus diesem Wettkampf ganz bewusst heraus und setzen auf Entschleunigung. Die Währung im Netz ist die Aufmerksamkeit der User. Sie ist die Voraussetzung dafür, dass auf einem Portal Anzeigen geschaltet werden. Mit Aufmerksamkeit bezahlt der Kunde quasi seine Lektüre. Viele Portale glauben jetzt: "Wenn wir dem Nutzer immer schneller immer mehr Nachrichten anbieten, dann bekommen wir immer wieder seine Aufmerksamkeit." Daran glauben wir nicht. Wir glauben an Tiefe, an Intensität, an klassische Nachdenklichkeit, die Zeit braucht.

Viele Jugendliche schenken heute ihre Aufmerksamkeit ständig mehreren Dingen gleichzeitig. Mit der einen Hand tippen sie eine SMS, gleichzeitig schauen sie etwas bei Facebook nach und nebenbei läuft noch eine Serie, die sie sich per Video on Demand heruntergeladen haben. Welche Gefahren birgt dieses ständige Multitasking?

Es ist erwiesen, dass das schädliche hirnphysiologische Veränderungen hervorruft. Ich verweise dabei auf die Ergebnisse des Stanford-Forschers Clifford Nass und anderer aus dem Sommer 2009. Um es so zu sagen: Menschen können einfach kein Multitasking. Und wie reagieren sie? Sie bleiben an der Oberfläche. Menschen werden selbst zu Aufnahmemaschinen, die unglaublich viel rezipieren. Es fehlt aber die Zeit zur Verarbeitung. Das Kurzzeitgedächtnis leidet enorm und die Konzentrationsfähigkeit auch. Diese Veränderung zwingt uns dazu, unser Denken nach außen zu verlagern. Immer mehr Entscheidungen wandern nach außen. Das Navi entscheidet schon heute ganz selbstverständlich über den Weg, den man nimmt. Das ist auch nicht schlimm. Aber problematisch wird es, wenn auch ganz wichtige Entscheidungen nach außen verlagert werden - zum Beispiel die Entscheidung darüber, wen ein Unternehmen einstellt oder befördert.

Wie kann das Medium Zeitung die Digital Natives, also die Generation derjenigen, die ins Internetzeitalter hineingeboren wurden, noch erreichen?

Schirrmacher ist überzeugt: Junge Menschen suchen nach einem Medium, das einordnet. Die Funktion kann die Zeitung übernehmen.

Jungen Leuten wird häufig unterstellt, sie informierten sich nur noch im Netz und läsen überhaupt nicht mehr. Das stimmt so nicht. Es gibt mittlerweile viele Leute, die ihren Facebook-Konsum bewusst reduzieren wollen. Es wird eine Sehnsucht wachsen danach, sich aus dem Informationsstrom im Netz auch einmal zurückziehen zu können. Dieser Rückzug kann eine therapeutische Wirkung entfalten. Die Erfahrungen mit unserer Sonntagszeitung zeigen: Gerade junge Leute haben einen großen Durst nach einem Medium, das Informationen einordnet und Hintergründe liefert.

Zur Person

Frank Schirrmacher ist seit 1994 Mitherausgeber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Der gebürtige Wiesbadener studierte Germanistik und Anglistik in Heidelberg sowie Philosophie und Literatur in Cambridge. In seiner Promotion beschäftigte er sich mit dem amerikanischen Dekonstruktivismus. 1985 wurde Schirrmacher Feuilletonredakteur der FAZ, von 1989 bis 1993 leitete er die Redaktion Literatur und literarisches Leben. Mit seinen Büchern "Das Methusalem Komplott" (2004), "Minimum" (2006) und "Payback" (2009) landete der heute 50-Jährige jeweils auf den Bestsellerlisten. Für seine Arbeit wurde der Journalist und Autor mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Jacob- Grimm-Preis Deutsche Sprache und dem Ludwig-Börne-Preis. Schirrmacher ist verheiratet. Er lebt in Frankfurt und Potsdam.

Wie müssen die klassischen Bildungseinrichtungen, Universitäten und Schulen, auf das veränderte Mediennutzungsverhalten junger Menschen reagieren?

Schirrmacher ist überzeugt: Schüler und Studenten müssen heute anderes lernen.

Hier gibt es fundamentalen Änderungsbedarf. Das gesamte Bildungssystem ist in der Krise. Die Bologna-Reform hat computerkompatible Lebensläufe erzwungen. Das ist genau der falsche Weg. Wir brauchen ein Bildungssystem, das Menschen Freiheiten gibt, ihnen Heuristiken beibringt. Um das an einem einfachen Beispiel zu verdeutlichen: In Dänemark ist jetzt im Abitur Internetrecherche erlaubt. Das ist sehr richtig. In einem Zeitalter, in dem jeder mobil dauernd Internetzugang hat, ist nicht so wichtig, was ein Schüler auswendig gelernt hat, sondern ob er wahre Informationen von unwahren unterscheiden kann - und wichtige von unwichtigen. Dass junge Menschen heute das Wissen der alten und der neuen Welt im Kopf haben sollen, ist falsch. Es ist unmöglich, das zu schaffen.

Die Medienpädagogik setzt darauf, Jugendlichen einen sinnvollen Umgang mit dem Internet beizubringen …

Das mag ein guter und wichtiger Ansatz sein. Aber das Thema ist zu groß, als dass die Medienpädagogik es erfassen könnte. Computertechnik, Internettechnik ist ja nicht nur in unserem PC-Bildschirm. Sie ist überall, man sieht sie gar nicht. Sie ist im Heizungssensor, in der Ampelschaltung, in der Tür, die man öffnet. Man muss anerkennen: Maschinen übernehmen einen Großteil vormals menschlicher Arbeit. Und die notwendige Reaktion muss sein: Wir müssen im Menschen das stärken, was nicht maschinell strukturiert ist: Kreativität, Toleranz und die Fähigkeit, mit Unberechenbarem umzugehen.

Das Gespräch führte: Barbara Wege
Fotos: Blessing Verlag, F.A.Z., Tim Wegner, Pixelio
Screenshots: Barbara Wege

Veröffentlicht: 04.05.2010
6 Kommentare
answer #1) Christian G. Christiansen, Berlin - 05.05.2010 - 08:21

Die Medienlandschaft wird sich teilen: in Abbildner und Einordner sagt Schirrmacher. Wie gut. Dann kann er sich, weil ständig vom Internet überfordert, ständig etwas kaufen muss, was er eigentlich garnicht will und ständig" bestätigt er Barbara Wege. Schön, dass es künftig einige journalistische Einordner gibt, die uns Hilfestellung geben, bevor wir resignierend und zugleich hoffnungsvoll zum "Leuchtturm Tageszeitung" greifen.

"Der Journalist der Zukunft muss in Menschen investieren. Das ist der ganz entscheidende Punkt".. meint Schirrmacher. Viel entscheidender ist, lieber Herr Schirrmacher, ist, dass zunächst Ihre Verlegerkollegen begreifen, dass gut Journalisten heute und in Zukunft auch gut bezahlt werden müssen!

Ich hoffe, dass das weitere Interview viele lesen und Veränderungen endlich anmahnen oder in Gang setzen.

Christian G. Christiansen, Berlin

answer #2) Sven Behring - 05.05.2010 - 11:42

"Viel entscheidender ist, lieber Herr Schirrmacher, ist, dass zunächst Ihre Verlegerkollegen begreifen, dass gut Journalisten heute und in Zukunft auch gut bezahlt werden müssen!"

 

Viel besser kann man es nicht ausdrücken! Danke! In den heutigen Zeiten, in denen es nur noch um kurzfristige Gewinne und Auflage, Auflage, Auflage geht, kürzen Verlage genau dort, wo das meiste Potential liegt! Bei den Menschen!

 

Sven Behring, Hamburg

answer #3) Tim homepage - 05.05.2010 - 12:24

Eine wichtige Frage fehlt in diesem herrlich unkritischen Interview: "Einige F.A.Z.Leser halten Sie noch immer für einen schlauen Denker. Liegen sie damit richtig?"

answer #4) Manfred Kohlen - 05.05.2010 - 15:39

Dass in Menschen investiert werden muss (aber nicht wird), habe ich leider selbst erleben müssen - in Zeiten der Krise wurden Autorenhonorare und Redakteursstellen massiv gekürzt - auch in vielen angeblich so gut laufenden Online-Medien.

Abschreiber in Zitierer bekommt man schon für 4 Euro pro Artikel; leider sehen die Unternehmenscontroller nur die Zahlen, nicht die Qualität des Ergebnisses - beziehungsweise erwarten dieselbe Qualität für das geringere Geld. Einige Autoren verdienen jetzt im Nebenjob als Supermarktkassierer oder Taxifahrer mehr als mit Schreiben, denn Recherchieren kostet nun mal Zeit und Geld und wird von den Herren Verlegern nicht bezahlt.

Wer davon übrigens nach "Search Engine Optimization" schreit, der kann auch gleich automatische RSS-Feeds der PR-Agenturen übernehmen statt die Inhalte einzuordnen und zu kommentieren.

Wenn Herr Schirrmacher das Geld für ehrlichen Journalismus wirklich ausgeben will: gute journalisten sitzen derzeit zuhauf auf der Straße und wären für neue Projekte zu haben. Ich selbst hatte Glück, doch viele gute Autoren warten auf sinvolle Aufgaben - die auch von jemand anderem als dem Arbeitsamt finanziert werden.

answer #5) groo - 06.05.2010 - 09:47

wie gewohnt kämpft F.S. gegen selbstgemachte Windwühlen.

 

Als FAZ-Mann sollte er das seit mehr als 10 Jahren wissen.

 

Freie Journalisten (ich bin keiner, sondern nur ein Leser auf der Suche nach 'belastbarer' Information, bzw Thesen/Deutungen) sind unter enormem Druck, was höchst besorgniserrregend ist!

 

Spielkamp hat das überzeugend zusammengefasst:

kress.de/print/detail/beitrag/103883-matthias-spielkamp-ueber-brain-drain-in-verlagen-journalisten-nicht-wie-bittsteller-behandeln.html

 

Investigativer 'Journalismus' (zB Rügemer) findet in hptschl. in Büchern statt!

 

Das ist in USA ganz ähnlich-- wie üblich mit ein paar Jahren Vorlauf.

 

Aber was sag ich.

---

Schirrmacher kämpft vorwiegend gegen seine eigene Verwirrung, die er dann universalisiert und zwischen Buchdeckel presst.

 

So entsteht dann 'Payback' und anderer Schwachfug.

 

Reflektierter, kontrollierter Umgang mit Information/Kommunikation ist jederzeit möglich.

Reine Frage der Praxis.

 

Regel #1: reduziere Deine Kommunikation!

Wer auf >10 emails pro Tag reagiert ist selbst schuld.

Wer twittert ist selbst schuld.

Undsoweiter.

 

Gibts es schon twitternde tibetische Mönche, die Welt über ihre Eingeweide-Bewegungen informieren?

Nicht, dass ich wüsste!

 

 

Schirrmachers Thesen fallen auf ihn selbst zurück.

Als krankhafter Schwätzer (sorry) beklagt er das, was sein Ego stärkt.

Er sollte zum Psychiater oder in ein (buddhistisches) Kloster gehen.

 

---

"Journalismus muss in Menschen investieren"

 

Was soll das denn heissen?

 

Für jemanden, der noch ein paar Gehirnzellen zur freien Verfügung hat, ist das weniger als eine NULL-Aussage. Da ist ein verquaster Satz, der die reichlich vorhandene Verwirrung noch erhöht!

Wir kommunizieren doch, um die Verwirrung zu verringern!

Oder bin ich da hoffnungslos altmodisch?

 

Schirrmacher bastelt sich ein verqueres Weltbild aus selbstfabrizierten Pseudo-Tautologien zusammen.

Eine Tautologie ist ein veritables philosophisches Problem, aber was F.S. ablässt, ist eine Gaswolke aus einer seiner Körperöffnungen.

 

Der Satz ist so falsch wie ein Satz nur falsch sein kann:

Welchen Journalismus meint er?

Wer/was sind die angesprochenen 'Menschen'?

Seine Leser?

Wass heisst in diesem Zusammenhang 'investieren'?

Wie soll das stattfinden?

 

Undsofort. Der Satz ist schier bodenlos!

 

Wie man soviel dummes Geschwätz in EINEN Satz packen kann, entzieht sich meinem Verständnis.

Oder soll ich sagen: Ich bewundere diese neue Kunstform des bullshittens, wo die Alphabullen des Journalismus sich versammeln--in einem Wettbewerb: Wer scheisst den grössten Haufen Unfug auf einen kompakten Haufen, und die Juroren -also wir- goutieren das als Kreation eines neuen Parfüms?

 

Ich stoppe da mal.

Könnte ja endlos weitergehen.

 

Got the message?

Nein?

Kann ich auch nicht helfen.

 

Vielleicht ein Tip: Riechorgane trainieren. Die sind ja bekanntlich direkt mit emotionalen Zentren verbunden.

Schöne neue Denkwelt.

answer #6) @groo - 27.10.2010 - 15:45

"Wie man soviel dummes Geschwätz in EINEN Satz packen kann, entzieht sich meinem Verständnis. " - dieses Zitat von groo könnte man auf sein ganzes Kommentar anwenden. Er hat den Kern der Aussage F. Schirrmacher nicht begriffen und meint nun mit Kraftausdrücken seiner Unwissenheit Luft zu machen.

Tibetische Mönche haben Mitgefühl - auch mit denjenigen, die es nicht verdienen.

Möge dein Schleier des mangelnden Verständnisses sich lichten. Lies das Buch. Und dann bilde dir deine Meinung.

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