Tagung
Journalismus in einer digitalen Welt
Ob Bloggen, Twittern oder das IPad - die zunehmende Digitalisierung unsere Welt ist unübersehbar. Doch wie verändert das die Anforderungen an den Journalismus? Dieser Frage gingen die Referenten der öffentlichen Fachtagung "Journalismus in einer digitalen Welt - Prognosen, Erwartungen, Fragen" im Studio B der Dortmunder Stadt- und Landesbibliothek nach.

- Im Studio B diskutierten die Experten.
Dortmund. Die Digitalisierung hat vor allem eines mit sich gebracht - neue Kommunikationswege. Und so sind es nicht mehr nur Medien und Journalisten, die informieren, kritisieren und meinungsbildend tätig sind, inzwischen kann fast jeder eigene Gedanken, Gefühle, Informationen und eigenes Wissen in den öffentlichen Raum stellen. Welche ethischen und inhaltlichen Herausforderungen das für den Journalismus mit sich bringt und welche Rolle die Transparenz im Journalismus dabei spielt, dazu referierten die Dortmunder Journalistik-Professoren Claus Eurich und Klaus Meier.
Außerdem hatte der Gastgeber - der Verein zur Förderung der Zeitungsforschung in Dortmund - die Dozenten Tobias Eberwein von der TU Dortmund und Christian Nuernbergk von der Uni Münster geladen. Die setzten sich mit zwei weiteren Themen auseinander: Braucht es einen Presserat für den Online-Journalismus? Und: Welche Chancen bietet eine vernetzte Öffentlichkeit? Die passende Steilvorlage für den Diskurs lieferte die Vorrede von Oberbürgermeister Ullrich Sierau.

Die Digitalisierung ist angekommen. Auch in der Politik. Und so eröffnete der Dortmunder Oberbürgermeister Ullrich Sierau (SPD) die öffentliche Tagung "Journalismus in einer digitalen Welt - Prognosen, Erwartungen, Fragen" mit einigen kritischen Worten zum Thema Journalismus.
Viele Journalisten sehen ihre Existenz bedroht - und zwar von außen. Durch Blogger, Twitterer und unabhängige Schreiber im Netz. Warum das eigentliche Problem gar nicht im "Laienjournalismus", sondern im Journalismus selbst begründet ist, erklärt Journalistik-Professor Claus Eurich.
Der Journalismus steckt in einer Vertrauens- und Glaubwürdigkeitskrise. Die Dortmunder Tagung "Journalismus in einer digitalen Welt" machte auch den Ruf nach mehr Transparenz lauter. Denn schon Barack Obama erklärte die "transparency" zum "key to credibility" - den Schlüssel zur Glaubwürdigkeit.