Forschungslandschaft
Deutschlands geheime Waffenlabore
In ganz Deutschland arbeiten Wissenschaftler an der Entwicklung neuer Waffensysteme. Doch wo befinden sich die Forschungsstätten und woran wird aktuell gearbeitet?
Bundesamt für Wehrtechnik und Beschaffung (BWB)
1) Drei forschende Wehrtechnische Dienststellen (WTD)
- Wehrwissenschaftliches Institut für Werk-, Explosiv- und Betriebsstoffe (WIWEB) in Erding
- Wehrwissenschaftliches Institut für Schutztechnologien - ABC-Schutz (WIS) in Munster
- Forschungsanstalt der Bundeswehr für Wasserschall und Geophysik (FWG) in Kiel (fusionierte 02/2009 mit WTD 71)
2) Zwei Wehrwissenschaftliche Dienststellen
3) Zwei Marinearsenale (Wilhelmshaven/Kiel)
4) Deutsche Verbindungsstelle des Rüstungsbereiches USA/Kanada (DtVStRü) in Reston, Virginia, USA
Karte: Standorte des Rüstungsbereiches der Bundeswehr in Deutschland. (Quelle: www.bwb.org)
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Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)
29 Institute und Einrichtungen an 13 Standorten gehören dem Zentrum an. Die Standorte sind Köln (Sitz des Vorstands), Berlin, Bonn, Braunschweig, Bremen, Göttingen, Hamburg, Lampoldshausen, Neustrelitz, Oberpfaffenhofen, Stuttgart, Trauen und Weilheim. Weitere Büros im Ausland befinden sich in Brüssel, Paris und Washington D.C. Das DLR ist in nationale und internationale Kooperationen eingebunden und gehört der Helmholtz-Gemeinschaft an.
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Fraunhofer Gesellschaft
Fraunhofer Institut für:
- Angewandte Festkörperphysik, Freiburg
- Chemische Technologie, Pfinztal
- Kurzzeitdynamik, Freiburg
- Naturwissenschaftlich-Technische Trendanalysen, Euskirchen
- Institut für Informations- und Datenverarbeitung, Karlsruhe
Im August 2009 übernahm Fraunhofer die Forschungsgesellschaft für Angewandte Naturwissenschaft (FGAN):
- Hochfrequenzphysik und Radartechnik (FHR), Wachtberg
- Kommunikation, Informationsverarbeitung und Ergonomie (FKIE), Wachtberg
- Optronik und Mustererkennung (FOM), Ettlingen
Karte: Fraunhofer Institute, die an Rüstungsgütern forschen.
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Deutsch-Französisches Institut Saint Louis (ISL)
Bild: Streetview auf das Institut Saint Louis. Die Karte unten rechts kann durch Klick vergrößert werden. (Quelle: www.isl.eu)
Deutscher Verteidigungshaushalt 2009

- Am gesamten Verteidigungshaushalt machte die Forschung und Entwicklung 2009 nur einen kleinen Anteil aus. Nach Angaben des BMVg sind die Ausgaben 2010 konstant geblieben. (Grafik: Skalli; Quelle: www.bwb.org, www.bmvg.de)
- Sensorik
- Weltweit nutzbarer Aufklärungs- und Sensordatenverbund
- vernetzte Operationsführung
- Navigation
- Autonome unbemannte Systeme zu Land, im Wasser, in der Luft und im Weltraum
- Erweiterte Luftverteidigung, aktiver und passiver Schutz bis hin zu modernen Versorgungstechnologien
(Quelle: Bundesministerium für Verteidigung)
- Forschung: Hier unterscheidet man zwischen der Grundlagenforschung und der angewandten Forschung. Grundlagenforschung dient in erster Linie dem Erkenntnisgewinn. Die angewandte Forschung ist da schon weiter: Sie soll einen spezifisch anerkannten Bedarf erfüllen.
- Entwicklung: In der Entwicklungsphase versuchen die Experten Prototypen herzustellen, also nutzbare Stoffe, Geräte, Systeme oder Methoden jeglicher Art.
- Test: Ist der Prototyp fertig, geht es darum, gezielt Erfahrungen zu sammeln. Auf Basis dieser Daten wird der Prototyp verbessert und gegebenenfalls weiterentwickelt.
- Beschaffung: Wenn der Prototyp sich für den Einsatz eignet und wenn genügend Geld vorhanden ist, werden die Streitkräfte aufgerüstet.
- Nutzung: In Friedenszeiten, können die Systeme zur Überwachung und für Manöver verwendet werden. In bewaffneten Konflikten setzt das Militär Waffensysteme defensiv und offensiv ein.
- Ausmusterung: Nach Jahren oder Jahrzehnten der Nutzung werden die Waffen verschrottet oder an andere Staaten weitergegeben.
