Countdown Olympia
Die Situation kurz vor den Olympischen Spielen 2008 in Peking: Die internationale Presse kritisiert China. China attackiert die internationale Presse. Der Grund ist aber nicht nur der Tibet-Konflikt. Ein Kommentar von Jonas Knoop.
Die Arbeit der deutschen Journalisten bei Olympia 2008 in Peking.
MeMo-Reporter Jonas Knoop im Gespräch mit Sandra Volgelreiter
Peking. Der chinesische Staat macht es den westlichen Journalisten schwer, aus dem bevölkerungsreichsten Land der Welt zu berichten. Schon immer haben ausländische Korrespondenten in China, mit zahlreichen Problemen zu kämpfen. Gerade deshalb macht das gespannte Verhältnis zwischen den westlichen Ländern und China die Sache, kurz vor dem sportlichen Großereignis, nur noch schwieriger.
Deutsche Journalisten haben schweren Stand

- Olympia 2008 in Peking.
Mittendrin die deutschen Journalisten, denen von Seiten der chinesischen Führung eine besonders einseitige Berichterstattung vorgeworfen wird. Auch sie haben den Tibet-Konflikt in den Köpfen und werden sich überlegen müssen, wie sie sich bei der Berichterstattung über die Olympischen Spiele verhalten sollen. Denn dass sie bei Olympia einen schweren Stand haben werden, kündigte ARD-Korrespondent Jochen Gruebert bereits im April 2008 in einem Interview mit tagesschau.de an: "Deutsche Medien werden in China zur Hauptzielscheibe."
Der Grund ist nicht nur der Empfang des Dalai Lamas, dem Oberhaupt der Tibeter, durch Bundeskanzlerin Angela Merkel. Insgesamt propagierte die chinesische Regierung, dass die deutschen Medien, im Zusammenhang mit den Tibet-Unruhen, Fotos oder Filmmaterial in einem falschen Kontext gezeigt haben. Dieser Vorwurf hat viele Chinesen überzeugt, selbst die gebildete Schicht Chinas, insbesondere Studenten, schließen sich der Meinung der chinesischen Regierung an. So werden vor allem die deutschen Medien dort mittlerweile in breiten Bevölkerungsschichten als manipulativ empfunden.
Text: Jonas Knoop Teaserfoto: Sandra Voglreiter Foto: pixelio.de - Angela Parszyk
