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Die andere Universität

Fotomontage: Pressestelle der Stadt Bochum

Sie ist groß und grau. Sie glänzt kein bisschen und ist doch ein schillerndes Symbol für den Strukturwandel einer Region: Die Ruhr-Universität Bochum. Einst errichtet auf historischem Bergbaugrund, wenige Jahre nachdem aus den Schornsteinen der angrenzenden Zeche Klosterbusch letztmalig der Rauch des Reviers aufstieg, ist die Hochschule heute ein einzigartiger Lernort für über 30.000 junge Menschen, deren Arbeits- und Erfahrungswelt sich substanziell von der ihrer Eltern und Großeltern unterscheidet.

Kaum eine andere deutsche Universität wurde öffentlich so kontrovers diskutiert. Gefeiert als Vorzeigeprojekt in der deutschen Hochschullandschaft. Gescholten als Betonbunker, Massen-Uni, Hort für Selbstmörder. Die RUB musste sich einiges gefallen lassen. Doch sie ist immer wieder aufgestanden. Die Fassade bröckelte, wurde ausgebessert, bröckelte wieder... Im Jahr 2007 dann die große Überraschung: Die Ruhr-Universität schrammt nur knapp am Status als Elite-Uni vorbei. Nun rüstet sie sich für die Zukunft: Die Grundsanierung des Campus hat begonnen, die zentrale Achse zwischen Uni-Center und Audimax soll freundlicher, einladender, grüner werden und zum "neuen Herz" der Hochschule avancieren.

Doch was ist das eigentlich, das Herz der RUB? Was macht diesen Ort aus? Was bedeutet er für die Menschen, die hier lernen und arbeiten? Und in welcher Relation steht dieser Ort zum Ruhrgebiet und dessen kultureller Entwicklung? Eine Annäherung an eine Universität auf Identitätssuche - zwischen Arbeitervergangenheit und Eliteschmiede von morgen, zwischen Urbanität und Ländlichkeit, zwischen Pragmatismus und großer Vision. So wie die Region, die sie beheimatet.

Barbara Wege

"Die Geschichte der RUB ist eine Erfolgsgeschichte"

Von Barbara Wege, 06. August 2010

Er war der jüngste Hochschulrektor der jungen Bundesrepublik: Im Alter von 37 Jahren rückte Kurt Biedenkopf 1967 an die Spitze der Ruhr-Universität Bochum. Mit BlickWechsel sprach der Unionspolitiker und einstige sächsische Ministerpräsident über seine persönlichen Erfahrungen an der RUB, den Reformgeist der Gründungsjahre und die heutige Identität der Universität. Mehr

Reformmotor, Revier-Uni, Mikrokosmos der Nachkriegszeit

Von Barbara Wege, 27. Juli 2010

Für manch Außenstehenden ist die Ruhr-Universität nur ein Betonklotz. Doch die Menschen, die hier arbeiten, verbinden mit diesem Ort viel mehr. Wissenschaftler, ein Architekt, ein Fotograf und zwei Spitzenpolitiker erzählen. Mehr

"Hier zählen die inneren Werte"

Von Barbara Wege, 15. Juli 2010

Die Studenten der Ruhr-Universität wissen, dass sie nicht an Deutschlands schönster Hochschule gelandet sind. Aber sie mögen ihre funktionale Alma Mater. Und mancher mag auch den Beton. Eine Umfrage. Mehr

"Diese völlig neue Art zu bauen begeisterte uns alle"

Von Barbara Wege, 11. Juli 2010

In seiner 40-jährigen Karriere als Architekt hat Hermann Henkel viele große Bauwerke gestaltet. Doch die Ruhr-Universität hat für ihn eine besondere Bedeutung. Es war das erste große Projekt, das er begleitete. Mit BlickWechsel spricht der heutige Beirat der Düsseldorfer Architekten-Gesellschaft Hentrich, Petschnigg und Partner (HPP) über den Zeitgeist der 60er, Stärken und Schwächen des Gesamtkomplexes und das neue Herz der Hochschule. Mehr

Dokument einer vergangenen Epoche

Von Barbara Wege, 09. Juli 2010

Wer das architektonische Konzept der RUB erfassen will, muss es im Spiegel seiner Zeit betrachten. Enthusiasmus und Einheit der Wissenschaften. Freiheitsdrang und Fortschrittsglaube. Demokratisierung der Hochschule und Denkerschmiede im Kohlenpott. All das verkörpert die RUB. Mehr

Das Mammutprojekt

Veröffentlicht: 09.07.2010
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