Am Ziel
Zumindest am Etappenziel. Denn wer einmal für lange Zeit gereist ist, will es immer wieder. Die Südamerikareise liegt hinter uns, wir sind wieder Zuhause. Doch das Fernweh brennt weiter. Am 27. September fliegen wir zusammen nach Indien. Dorthin, wo Sixtus erste lange Reise begann.
Nach vier Jahren intensiver Suche findet Sixtus endlich einen Verlag für seine Bilder aus den Anden, die er für sein Studium aufgenommen hatte. Die Idee: Die Anden in ihrer Ganzheit darzustellen, nicht unterteilt nach politischen Grenzen, sondern in die klimatischen Zonen: Die eisigen Berge, die tropischen Täler, das karge Hochland und das Mythen umwobene Patagonien, das Ende der Welt. Der Verleger Michael Imhof, sonst eher spezialisiert auf Kunst und Kultur, ist so begeistert von Sixtus Bildern, dass er den Bildband über die Anden auf den Markt bringt. Ein traumhafter Lohn nach einer langen Reise: Ein Buch, von der ersten bis zur letzten Seite selbst gestaltet, Faszination pur.
Leidenschaft zum Beruf gemacht
Und die hat nicht nachgelassen. Sixtus lebt seine Sehnsucht unterwegs. In den Bergen, auf seinem Fahrrad, im Zelt erfüllen sich seine Träume. Es gibt noch so viel zu sehen, so viel zu erleben. Als Redakteur bei der Reise-Zeitschrift Terra gelingt es ihm außerdem seine Leidenschaft mit seinem Beruf zu verbinden. Um seine nächste Reise zu finanzieren, hat er außerdem einen 400-Euro-Job. Reisen ist seine Passion.
Unsere Interviews haben uns noch enger zusammen geführt, weil Sixtus seine Sehnsüchte benannt hat, das, was ihn antreibt. Ich hatte erst ein wenig Bedenken ihn zu interviewen, weil ich ihn so gut kenne und nicht wusste, wie ich dann darüber schreiben sollte. Aber im Nachhinein hat es uns beide bereichert. Die nächste Indien-Reise ist bereits geplant. Gemeinsam.

